Das Fünf-Finger-Prinzip
Wolfgang Frey hat eine Strategie für nachhaltige Architektur und Städtebau entwickelt: das Fünf-Finger-Prinzip. Statt ökoromantischen Vorstellungen, die ästhetische Vorlieben und Dogmen vor eine pragmatische und sinnvolle ökologischen Gestaltung stellen, ist das Fünf-Finger-Prinzip ein ganzheitlich nachhaltiges Konzept. Nur die Verknüpfung unterschiedlicher Aspekte erzeugt reale Nachhaltigkeit.
Ökologie:
Ökonomie:
Gesellschaft:
Gestaltungswille:
Anreiz:
Ökologie:
- Ressourcen werden adäquat genutzt und energetisch nachhaltige Konzepte entwickelt
Ökonomie:
- Der wahre Wert eines Gebäudes zeigt sich, wenn langfristige Kosten beachtet werden
- Intelligente bautechnische Lösungen und Finanzierungskonzepte sind die Grundlage eines nachhaltig ökonomischen Bauens
Gesellschaft:
- Gesellschaft besteht aus Individuen. Eine auch sozial vernetzte Stadt zu gestalten und fruchtbare Begegnungen zu ermöglichen, schafft ein wirkliches Zusammenleben
Gestaltungswille:
- Architektur prägt Kulturraum
- Der Wille zum gesellschaftspolitischen Engagement und zur gemeinsamen Gestaltung eröffnet neue Chancen für eine aktive Gesellschaft
Anreiz:
- Fakten allein sind oft nicht handlungsbestimmend; emotionale Bindungen und aktive Mitgestaltung schaffen Motivation
- Architektur muss mit technisch optimierten Lösungen zusätzlich finanzielle Anreize schaffen, damit sich Nachhaltigkeit für jeden lohnt.
