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Vor diesem Hintergrund steht die Regionalregierung mit Architekt Wolfgang Frey in Verbindung. Mit der Testanlage in der Provinz Hunan soll analysiert werden, ob die Straßenbeleuchtung generell netzunabhängig ausgebaut werden kann. Das Urteil des Architekten aus der Region Freiburg fällt nach Besichtigung und intensiven Gesprächen mit den Verantwortlichen verhalten aus. Wolfgang Frey sieht vor allem im Betrieb Probleme. „Die Kleinwindräder aus chinesischer Produktion weisen eine geringe Standfestigkeit auf. Notwendige technische Arbeiten sind hier vorprogrammiert. Da die Windräder fest auf der Mastspitze montiert sind, muss für jede kleine Arbeit extra eine Hebebühne angefahren werden, was den Wartungsaufwand unverhältnismäßig hoch macht“, urteilt er.
Zu einem vorläufig ähnlichen Ergebnis kommen auch die chinesischen Partner. Sie wollen die Anlagen technisch überarbeiten, um das Projekt wirtschaftlich rentabel zu machen. Denn bislang sei zwar Energie gespart, aber auch viel Geld verloren worden.
Im Frühlingsmonat März soll am Kaiserstuhl eine Teststrecke mit fünf Strommasten errichtet werden, die jeweils mit vier bis fünf Kleinwindrädern bestückt sind. Geplant ist, den erzeugten Strom mit Hilfe eines Silizium-Karbon-Transistors in ein 20-Kilovolt-Netz einzuspeisen, um diese Technik dabei gleichzeitig zu erforschen. Im Fokus weiterer Untersuchungen stehen darüber hinaus die Effektivität von Gleichstromleitungen sowie Naturschutzbeobachtungen. „Free Energy“ möchte unter anderem wissen, ob die kleinen Windräder auf Strommasten das Verhalten von Flugtieren wie Vögeln oder Fledermäusen beeinflussen.
Ein weiteres Testfeld wird ab April auf der Abfall-Umladestation Eichelbuck in Freiburg entstehen. Forschungsziele hier werden die Analyse unterschiedlicher Windrad-Konfigurationen sein. Geplant ist zudem die Untersuchung von Synergieeffekten in der Doppelnutzung der Netzinfrastruktur mit Photovoltaik, Windkraft und Biomasse.
Mehr als 500 Vorschläge und Bewerbungen waren beim Staatsministerium in den letzten Monaten eingegangen und von einer Jury ausgewählt worden. Die „Übermorgenmacher“ sind laut Angaben „Männer und Frauen, die schon heute an übermorgen denken und mit ganz besonderen Ideen, Projekten und persönlichem Engagement die Zukunft Baden-Württembergs gestalten“.
Die Idee von „Free Energy“ - Mini-Windräder als alternative Energiequelle zu nutzen - stieß bei Politikern und Pressevertretern auf offene Ohren. Bereits im November sendete der SWR ein zehnminütiges Interview mit Wolfgang Frey über seine zukunftsweisenden ökologischen Ziele in der Windkraft und in der Architektur.
Derzeit laufen intensive Gespräche mit regionalen und überregionalen Energieversorgern. Das Interesse ist groß, diskutiert wird derzeit vor allem über die strategische und die technische Umsetzung. Auch die Politik zeigt sich vom Engagement Wolfgang Freys angetan. Nachfragen kamen bereits aus dem Bundesumweltministerium und dem baden-württembergischen Staatsministerium.
Gleichzeitig liefen im Freiburger Architekturbüro Frey die technischen Vorbereitungen für die Presseaktion auf Hochtouren. Peter Schönerstedt plante und baute den dafür vorgesehenen 25 Meter hohen Strommast und schweißte ihn über mehrere Wochen eigenhändig zusammen. Werner Reichel kümmerte sich derweil um die kleinen Windräder, holte Angebote – auch aus dem europäischen Ausland - für unterschiedliche Anlagen ein und bestellte sie. Der Platz nahe des Freiburger Messegeländes wurde besichtigt und gemeinsam mit der Messe entschieden, dass die Presseaktion als Außenhighlight im Rahmen der Baden Messe präsentiert werden sollte.
Deshalb überlegte Wolfgang Frey noch mal neu, fragte sich, worauf er das „Windrädele“ noch setzen könnte. Da kam ihm die Idee mit den Bäumen. Bäume stehen überall rum, Strom kann überall generiert werden, so auch in Baumkronen.
Kurzerhand brachte er mit einfachsten Hilfsmitteln auf einer 28 Meter hohen Douglasie ein Windrädchen mit 3,5 Meter Rotordurchmesser an. Für die Rotorblätter mussten nur ein paar Äste in der Krone weichen. Freys Hintergedanke: Weil die Bäume schon vorhanden sind, bekommen sie mit kleinen Windrädern in den Kronen eine Zusatznutzung als Energielieferant – ohne den Passus der Landschaftsbildprägung. Denn genau dieser verhindert, dass in vielen Teilen Baden-Württembergs Großwindräder gebaut oder zugelassen werden.
Beflügelt von der Idee mit den Bäumen, kam Frey der Einfall mit den Strommasten. Warum nicht die bereits vorhandenen Strommasten nutzen und sie mit Windrädern versehen? Mittlerweile ist Wolfgang Frey mit überregionalen wie regionalen Energieversorgern über eine zwei bis vier Kilometer lange Teststrecke im Gespräch.
März 2012
Anlässlich der Inbetriebnahme eines Testfelds zur Dezentralisierung von Energieanlagen traf sich Architekt Wolfgang Frey mit dem Elektroingenieur Herrn Duan. Sie diskutierten über die Vor- und Nachteile von Straßenlaternen, die durch kleine Windkraftanlagen und Solarpaneele betrieben werden. Die Testrecke in der Provinz Hunan besteht aus 45 Masten die mit Kleinwindrädern und einzelnen Solaranlagen bestückt sind. China setzt auf dezentrale Lösungsmodelle, um dem stetig wachsenden Energiebedarf entgegenzutreten und sein Ziel der „Low Carbon Citys“ zu erreichen. Vor diesem Hintergrund steht die Regionalregierung mit Architekt Wolfgang Frey in Verbindung. Mit der Testanlage in der Provinz Hunan soll analysiert werden, ob die Straßenbeleuchtung generell netzunabhängig ausgebaut werden kann. Das Urteil des Architekten aus der Region Freiburg fällt nach Besichtigung und intensiven Gesprächen mit den Verantwortlichen verhalten aus. Wolfgang Frey sieht vor allem im Betrieb Probleme. „Die Kleinwindräder aus chinesischer Produktion weisen eine geringe Standfestigkeit auf. Notwendige technische Arbeiten sind hier vorprogrammiert. Da die Windräder fest auf der Mastspitze montiert sind, muss für jede kleine Arbeit extra eine Hebebühne angefahren werden, was den Wartungsaufwand unverhältnismäßig hoch macht“, urteilt er.
Zu einem vorläufig ähnlichen Ergebnis kommen auch die chinesischen Partner. Sie wollen die Anlagen technisch überarbeiten, um das Projekt wirtschaftlich rentabel zu machen. Denn bislang sei zwar Energie gespart, aber auch viel Geld verloren worden.
Februar 2012
Unsere Projekte nehmen immer mehr an Gestalt an. Während im Wohnquartier Rieselfeld demnächst noch mehr kleine Windräder auf dem Dach des pro scholare-Hauses stehen sollen und auch unser Prototyp des Strommasts nahe des Messegeländes unter ständiger Beobachtung steht, haben wir nun weitere Aufträge erteilt. Im Frühlingsmonat März soll am Kaiserstuhl eine Teststrecke mit fünf Strommasten errichtet werden, die jeweils mit vier bis fünf Kleinwindrädern bestückt sind. Geplant ist, den erzeugten Strom mit Hilfe eines Silizium-Karbon-Transistors in ein 20-Kilovolt-Netz einzuspeisen, um diese Technik dabei gleichzeitig zu erforschen. Im Fokus weiterer Untersuchungen stehen darüber hinaus die Effektivität von Gleichstromleitungen sowie Naturschutzbeobachtungen. „Free Energy“ möchte unter anderem wissen, ob die kleinen Windräder auf Strommasten das Verhalten von Flugtieren wie Vögeln oder Fledermäusen beeinflussen.
Ein weiteres Testfeld wird ab April auf der Abfall-Umladestation Eichelbuck in Freiburg entstehen. Forschungsziele hier werden die Analyse unterschiedlicher Windrad-Konfigurationen sein. Geplant ist zudem die Untersuchung von Synergieeffekten in der Doppelnutzung der Netzinfrastruktur mit Photovoltaik, Windkraft und Biomasse.
Januar 2012
Ausgezeichnet! Unsere Initiative „Free Energy“ gehört zu den 60 „Übermorgenmachern“ in Baden-Württemberg. Die Sieger des Wettbewerbs anlässlich des 60. Geburtstags Baden-Württembergs wurden Mitte Januar vom Land und dem Südwestrundfunk (SWR) in Stuttgart gewürdigt. Architekt Wolfgang Frey traf bei der Veranstaltung auch auf Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Mehr als 500 Vorschläge und Bewerbungen waren beim Staatsministerium in den letzten Monaten eingegangen und von einer Jury ausgewählt worden. Die „Übermorgenmacher“ sind laut Angaben „Männer und Frauen, die schon heute an übermorgen denken und mit ganz besonderen Ideen, Projekten und persönlichem Engagement die Zukunft Baden-Württembergs gestalten“.
Die Idee von „Free Energy“ - Mini-Windräder als alternative Energiequelle zu nutzen - stieß bei Politikern und Pressevertretern auf offene Ohren. Bereits im November sendete der SWR ein zehnminütiges Interview mit Wolfgang Frey über seine zukunftsweisenden ökologischen Ziele in der Windkraft und in der Architektur.
September 2011
Die Presseaktion am 14. September war ein großer Erfolg. ZDF, SWR und TV Südbaden berichteten in ihren Nachrichtensendungen über unsere Initiative „Free Energy“. Auch die regionale Presse war vor Ort und informierte sich über das Konzept der kleinen Windräder auf Strommasten. Die Idee, sämtliche Masten in Baden-Württemberg mit kleinen Windrädern zu bestücken und diese so in ein „Flächenkraftwerk“ zu verwandeln, das so viel Strom erzeugt wie zwei Reaktorblöcke, stieß auf glühende Begeisterung. Presse wie Besucher wollten mehr über das Projekt wissen, über das im Vorfeld der Aktion bereits das Magazin WirtschaftsWoche (34/2011) berichtet hatte. Derzeit laufen intensive Gespräche mit regionalen und überregionalen Energieversorgern. Das Interesse ist groß, diskutiert wird derzeit vor allem über die strategische und die technische Umsetzung. Auch die Politik zeigt sich vom Engagement Wolfgang Freys angetan. Nachfragen kamen bereits aus dem Bundesumweltministerium und dem baden-württembergischen Staatsministerium.
August 2011
Im Ferienmonat August mahlen die Mühlen bekanntlich langsamer. Auch die Rotoren der kleinen Windräder drehten sich eher sachte als schnell. Genutzt wurde die Zeit, um die Internetseite freeenergyweb.eu weiter aufzubauen, ein aussagekräftiges facebook-Profil zu erstellen und die Einladungen für die bevorstehende Presseaktion am 14. September an Journalisten, Politiker, und Energieversorger zu versenden. Gleichzeitig liefen im Freiburger Architekturbüro Frey die technischen Vorbereitungen für die Presseaktion auf Hochtouren. Peter Schönerstedt plante und baute den dafür vorgesehenen 25 Meter hohen Strommast und schweißte ihn über mehrere Wochen eigenhändig zusammen. Werner Reichel kümmerte sich derweil um die kleinen Windräder, holte Angebote – auch aus dem europäischen Ausland - für unterschiedliche Anlagen ein und bestellte sie. Der Platz nahe des Freiburger Messegeländes wurde besichtigt und gemeinsam mit der Messe entschieden, dass die Presseaktion als Außenhighlight im Rahmen der Baden Messe präsentiert werden sollte.
Juli 2011
Der Ursprung der Strommasten und Windrad-Idee von Wolfgang Frey liegt eigentlich auf dem Dach des Luftrettungszentrums, das auf dem Freiburger Flugplatz steht. Dort wollte er kleine Windräder montieren und beantragte dafür vor etwa zehn Monaten eine Genehmigung. Die baurechtliche Genehmigung wurde zwar erteilt, die bautechnische Freigabe jedoch gleichzeitig an die Erfüllung der „Windkraftrichtlinien“ geknüpft. Das Problem: Diese sehen ein einheitliches Überprüfungsverfahren vor, für kleine Windräder genauso wie für die riesigen Offshore-Windparks in der Nordsee. Diese Auflagen machen die Realisierung von kleinen Windrädern de facto unmöglich. Deshalb überlegte Wolfgang Frey noch mal neu, fragte sich, worauf er das „Windrädele“ noch setzen könnte. Da kam ihm die Idee mit den Bäumen. Bäume stehen überall rum, Strom kann überall generiert werden, so auch in Baumkronen.
Kurzerhand brachte er mit einfachsten Hilfsmitteln auf einer 28 Meter hohen Douglasie ein Windrädchen mit 3,5 Meter Rotordurchmesser an. Für die Rotorblätter mussten nur ein paar Äste in der Krone weichen. Freys Hintergedanke: Weil die Bäume schon vorhanden sind, bekommen sie mit kleinen Windrädern in den Kronen eine Zusatznutzung als Energielieferant – ohne den Passus der Landschaftsbildprägung. Denn genau dieser verhindert, dass in vielen Teilen Baden-Württembergs Großwindräder gebaut oder zugelassen werden.
Beflügelt von der Idee mit den Bäumen, kam Frey der Einfall mit den Strommasten. Warum nicht die bereits vorhandenen Strommasten nutzen und sie mit Windrädern versehen? Mittlerweile ist Wolfgang Frey mit überregionalen wie regionalen Energieversorgern über eine zwei bis vier Kilometer lange Teststrecke im Gespräch.
